StepStone Gehaltsreport 2020: In Deutschlands Pharma wird gut verdient

Grafik: StepStone

58.800 Euro brutto im Jahr - so hoch liegt derzeit das Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften in Deutschland. Die höchsten Gehälter erzielen Ärzte (92.300 Euro), Finanzexperten (76.400 Euro), wie beispielsweise Vermögensberater oder Controller, und Juristen (70.000 Euro). Bei den Branchen führen laut StepStone Gehaltsreport 2020* Deutschlands Kernindustrien die Rangliste an: Auf Platz 1 liegen Banken (69.700 Euro), dicht gefolgt von der Pharmaindustrie (69.500 Euro), der Automobilbranche (68.800 Euro) und dem Chemiesektor (67.000 Euro).

Warum Unternehmen aus den deutschen Schlüsselbranchen weiterhin die höchsten Gehälter zahlen, begründet Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei StepStone, mit dem massivem Veränderungsdruck. Wer den Wandel erfolgreich gestalten wolle, benötige hochqualifizierte Mitarbeiter und in der Folge verschärfe sich der Wettbewerb um die richtigen Mitarbeiter und sorgen für stabile bis steigende Gehälter.


Studenten mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften verdienen in der Medizintechnik als eine der Top-5-Branchen 75.240 (Durchschnitt: 67.959) Euro. Ein Abschluss in Informatik, Mathematik oder Wirtschaftsinformatik bringt in der Pharmaindustrie 86.343 (Durchschnitt: 68.840) Euro.

Grafik: StepStoneBei den IT-Berufen rangiert die Pharma unter den Top Branchen auf Platz 4 - nach Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie, Banken und Fahrzeugbau bzw. -zulieferer - mit einem Duchschnittsverdienst von 67.917 Euro. Auch bei Ingenieuren kommt Pharma auf Rang 4 mit einem Duchschnittsverdienst von 66.986 Euro. In Marketing und PR belegt die Pharmaindustrie die Top-Position mit einem Durchschnittsverdienst von 73.528 Euro. Und im Vertrieb liegt Pharma auf Platz 3, Durchschnittsverdienst 76.012 Euro. Beim Consulting landet die Pharmabranche mit 65.795 Euro auf dem 10. Platz und bei Einkauf und Logistik mit 60.976 Euro auf Platz 3.

Grafik: StepStoneÜberblick über alle Branchen
Fachkräfte verdienen im Schnitt 50.300 Euro, Führungskräfte deutlich mehr
- Personalverantwortung zahlt sich aus: Führungskräfte bekommen durchschnittlich 74.700 Euro und damit etwa 24.000 Euro mehr als Beschäftigte ohne Personalverantwortung.
- Am größten ist die Kluft zwischen Mitarbeitern mit und ohne Führungsverantwortung in der
Berufsgruppe Logistik. Hier verdienen Vorgesetzte im Schnitt 27 Prozent mehr.
- Die Höhe des Gehalts steigt mit der Anzahl der unterstellten Mitarbeiter: Während Führungskräfte
mit bis zu vier unterstellten Mitarbeitern im Schnitt 63.700 Euro verdienen, erzielen
Führungskräfte mit mindestens 100 Mitarbeitern bereits ein Gehalt von 111.700 Euro.


Region: Hohe Gehälter im Südwesten
- Hessen (64.300 Euro) verteidigt seine Spitzenposition der vergangenen Jahre und liegt im Gehaltsvergleich der Bundesländer vor Bayern (62.200 Euro) und Baden-Württemberg (61.700 Euro).
- Die niedrigsten Durchschnittsgehälter werden in Sachsen-Anhalt (46.900 Euro), Brandenburg (46.600
Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (45.100 Euro) gezahlt.
- Im Städte-Ranking liegt Frankfurt am Main (71.000) weit vorn, gefolgt von München (67.400 Euro)und Stuttgart (66.400 Euro).

Bildung: Hochschulabschluss bringt 36 Prozent mehr
- Fach- und Führungskräfte, die ein Studium absolviert haben, verdienen im Schnitt 67.400 Euro im Jahr und damit gut 17.000 Euro mehr als ihre Kollegen ohne Studienabschluss (49.700 Euro).
- Ein Studium macht auch innerhalb einzelner Berufsgruppen einen Unterschied: Im Personalwesen kommen Akademiker beispielsweise auf durchschnittlich 23 Prozent mehr Gehalt (62.900 Euro) als ihre Kollegen ohne Studienabschluss (51.000 Euro).


Studiengang: Top-Gehälter für Medizin- und Jura-Absolventen
- Ein Studium der Medizin oder Zahnmedizin (92.200 Euro) ist finanziell besonders lohnend. Mit etwas Abstand folgen die Rechtswissenschaften.
- Absolventen erzielen im Berufsleben im Schnitt ein Gehalt von 77.900 Euro.
- Weitere Top-Studienrichtungen sind Wirtschaftsingenieurwesen (72.400 Euro),
Ingenieurwissenschaften (70.900 Euro) sowie Wirtschaftsinformatik (70.300 Euro).


Unternehmensgröße: Mehr Mitarbeiter, mehr Gehalt
- Es lohnt sich, bei großen Unternehmen (> 1.000 Mitarbeiter) beschäftigt zu sein. Das Durchschnittsgehalt (69.600 Euro) liegt hier rund 18 Prozent über dem Gesamtdurchschnitt.
- Angestellte kleinerer Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern liegen hingegen etwa 10 Prozent unter dem Durchschnitt (52.900 Euro).

Quelle: Für den StepStone Gehaltsreport 2020 wurden Gehälter von rund 128.000 Fach- und Führungskräften analysiert, die im Zeitraum von Oktober 2018 bis Oktober 2019 erhoben wurden; Grafik: StepStone; PM 11.3.2020

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