Pfizer plant Ausstieg bei Consumer-Health-JV mit GSK

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GlaxoSmithKline (GSK) will seine OTC-Sparte an die Börse bringen. Nicht mehr mit dabei: Pfizer. Der US-Pharmakonzern plant seinen Anteil an dem Unternehmen namens Haleon zu verkaufen, wenn GSK es im Juli abspaltet.

Die Consumer-Health-Sparte von GlaxoSmithKline (GSK) geht eigene Wege. Haleon, wie das Joint Venture von GSK und Pfizer nun heißt, soll im Juli an die Börse. Der US-Pharmakonzern allerdings will sich aus der Beteiligung zurückziehen.
Bisher hält Pfizer 32 % der Anteile. Zunächst hieß es, das werde auch nach dem Börsengang so bleiben. Nun bestätigte GSK, dass Pfizer sein 32-Prozent-Paket verkaufen werde. Die „Financial Times" zitiert CEO Albert Bourla mit den Worten, dass die Sparte kein strategisches Investment sei. Allerdings werde man in disziplinierter Art und Weise verkaufen, sodass der Aktienkurs nicht in Mitleidenschaft gezogen werde. Pfizer, GSK und andere Aktieninhaber hätten sich auf eine Sperrfrist bis November verständigt.

Haleon wird voraussichtlich am 18. Juli in London notiert. Der Antrag für die New Yorker Börse werde in Kürze folgen. GSK spricht von der größten strategischen Umstrukturierung der letzten 20 Jahre.
GSK will sich künftig auf verschreibungspflichtige Medikamente und Impfstoffe fokussieren. Ein kleiner Teil von Haleon (6%) soll jedoch in der Firma bleiben. Die Erwartungen an den Consumer-Health-Bereich, zu dem beispielsweise Voltaren, Sensodyne und Panadol gehören, sind hoch. Denn erst im Januar hatte GSK ein 50-Milliarden-Pfund-Angebot von Unilever für Haleon zurückgewiesen.

Die Führungsspitze ist bereits aufgestellt: Brian McNamara, Chief Executive von GSK Consumer Healthcare, wurde zum Chief Executive von Haleon ernannt, sobald es an der Börse notiert ist, während Tobias Hestler von GSK der designierte Chief Financial Officer ist.
Foto: Screenshot Twitter Account GSK; PM 06-07-2022-Pfizer

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