BMS will MyoKardia kaufen

Foto: Website MyoKardia

Der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (BMS) will seine Produktrange an Herzmedikamenten ausbauen. Deshalb hat er ein Angebot für das Biotechnologie-Unternehmen MyoKardia unterbreitet. 225 US-Dollar pro Anteil, was einer Kaufsumme von etwa 13,1 Mrd. US-Dollar entspricht, will BMS zahlen.

Für die Anteilseigner bedeutet das einen Aufschlag von 61 Prozent zum Schlusskurs vom Freitag, 2.10.2020. Die Aufsichtsräte der beiden Unternehmen haben offenbar der Transaktion schon zugestimmt. Er soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

MyoKardia erforscht mögliche Therapien schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen spezialisiert. Eines der erfolgversprechensten Medikamente ist Mavacamten, das bei der genetisch bedingten hypertrophen obstruktiven Kardiomyopathie eingesetzt werden soll. Im Mai berichtete MyoKardia, dass das Medikament alle Endpunkte der Phase II der klinischen Prüfung (EXPLORER-HCM Studie) erreicht habe. Geplant ist, die Zulassung der FDA im ersten Quartal 2021 zu beantragen.


BMS schätzt Mavacamten „als mittel- und langfristigen Wachstumstreiber mit signifikanten wirtschaftlichen Chancen" ein. Laut Marktanalysten soll das Medikament ab 2025 einen globalen Umsatz von 1,5 Mrd. US-Dollar generieren. Außerdem will BMS alle Einsatzmöglichkeiten in weiteren Indikationen ausloten. In der Pipeline befinden sich weitere Herz-Kreislauf-Medikamente in klinischen Prüfungen, wie Danicamtiv (MYK-491, MYK-224).

Quelle: The Wall Street Journal, MarketWatch, CNBC, Business Wire, Sueddeutsche; Foto: Website MyoKardia; PM 10-14-2020

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