Deutsche Krebshilfe zieht Bilanz

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Für das vergangene Jahr konnte die Deutsche Krebshilfe ein positives Fazit ziehen: Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die Deutsche Krebshilfe 152,2 Mio. Euro an Einnahmen. 163 neue Projekte und grundlegende Initiativen sind auf den Weg gebracht worden - beispielsweise zwei neue Förderschwerpunktprogramme zur Krebsprävention und in der Kinderonkologie.

Dafür hat die Deutsche Krebshilfe in 2021 die "Cancer Prevention - Graduate School" initiert. Es werden 11 besonders innovative Forschungsvorhaben mit insgesamt 3 Mio. Euro gefördert. Ziel ist es, vor allem junge Wissenschaftler:innen für die Krebspräventionsforschung zu begeistern und auszubilden. In jedes Projekt sind ein bis zwei Promovierende involviert, die sich in einer Graduiertenschule miteinander vernetzen und austauschen und so voneinander lernen können. Prof. Dr. Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, der das Graduiertenkolleg koordiniert, ist das wichtig, denn "alle Projekte adressieren mindestens zwei der drei Schwerpunkte des Förderprogrammes: 'Grundlagenforschung', 'Public Health' und 'Kommunikation'. So vernetzt das Programm auf einzigartige Weise unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen, die für die Erforschung aber auch die Umsetzung von Krebsprävention hochrelevant sind."

Im Rahmen eines neuen Förderprogramms unterstützt die Deutsche Krebshilfe den Auf- und Ausbau von zwei Studiennetzwerken - PECT-EAST und SELECT Southwest - mit mehreren Kinderkrebszentren, die einen hohen Standard in der Forschung und Versorgung haben. Sie sollen Konzepte zur effizienten Durchführung von sogenannten frühen klinischen Studien entwickeln und umsetzen. Prof. Dr. Angelika Eggert von der Kinderklinik der Charité in Berlin, die das "PECT-EAST Network" leitet, betont: "Aufgrund der geringen Fallzahlen ist die Bildung von Netzwerken essenziell. Auf diese Weise können wir mehr junge Patientinnen und Patienten in innovative klinische Studien einbinden und ihnen den Zugang zu Therapien ermöglichen, die sich in einer sehr frühen Phase der Entwicklung befinden." Die Deutsche Krebshilfe fördert die beiden Netzwerke mit jeweils 2,5 Mio. Euro für insgesamt fünf Jahre.

Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe, sieht die Stiftung auch als Impulsgeber: "Mit unseren umfangreichen Aktivitäten auf allen Gebieten der Krebsbekämpfung ist es geradezu zwingend, auch gesundheits- und forschungspolitisch stets präsent zu sein. Und wir finden Gehör mit unseren Anliegen, werden also politisch sehr ernst genommen. So sind wir in verschiedenen Gremien des „Nationalen Krebsplans" des Bundesministeriums für Gesundheit und der „Nationalen Dekade gegen Krebs" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vertreten. Der regelmäßige Dialog mit den beiden Bundesministerien ist für unsere Arbeit von zentraler Bedeutung, um mit diesen aus unserem Blickwinkel wichtige Themen diskutieren zu können, aber auch um gemeinsame Anliegen voranzubringen. So sind wir beispielsweise derzeit dabei, mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung jeweils eigene Förderprogramme für die Forschung zur risikoadaptierten Krebsfrüherkennung abzustimmen, um thematische Redundanzen zu vermeiden."


Foto: Screenshot Website Deutsche Krebshilfe; PM-07-14-2022-Krebsfilfe

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