AkdÄ-Projekt zu Medikationsfehlern

Ob die Ärzteschaft nachlegen will, nachdem die ABDA sich mit dem eigenen Projekt PRIMA (Primärsystem-Integration des Medikationsplans mit Akzeptanzuntersuchung) und dem ABDA-KBV-Modell (ARMIN) bewähren möchte? Oder möchte ÄkdÄ-Vorsitzender Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig nicht immer nur anprangern, sondern selber aktiv werden? Auf jeden Fall führt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (ÄkdÄ) seit Anfang des Jahres "ein Projekt zur systematischen Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern durch".


Dafür sind die Ärzte dazu aufgerufen, Medikationsfehler und daraus resultierende unerwünschte Wirkungen zusätzlich innerhalb des bereits existierenden Spontanmeldesystems zu berichten. Die Meldungen sollen analysiert werden und daraus Ansätze zur Vermeidung von Medikationsfehlern entwickelt werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert.

Parallel zum AkdÄ-Projekt hat auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein Forschungsprojekt gestartet. Durch das soll in drei deutschen Krankenhausnotaufnahmen Medikationsfehler erfasst und u. a. Erkenntnisse zur Häufigkeit von Medikationsfehlern gewonnen werden.

Beide Projekte sind Bestandteil des "Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland" und werden in enger Zusammenarbeit von AkdÄ und BfArM realisiert.

Foto: BARMER GEK 12.02.15

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