PR-Trends für 2017

Laut einer Umfrage von PR-Gateway ergeben sich für dieses Jahr fünf wichtige Trends in der PR: 1. Content Marketing, 2. Visuelle PR, 3. Relevante Veröffentlichungsstrategie, 4. PR und Social Media und 5. PR goes Mobile. Melanie Tamblé, Geschäftsführerin und Mitbegründerin der ADENION GmbH, die die Umfrage initiiert hat, sieht gerade im Content Marketing eine große Herausforderung, aber auch Chance: “Für Unternehmen ist das Content Marketing eine große Chance, um mit relevanten Inhalten das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit ihrer Zielgruppen zu gewinnen. Corporate Blogs, redaktionelle Fachbeiträge auf Fachportalen und in Experten-Netzwerken. Informationen und Beiträge auf Presse- und Newsportalen, Whitepapers und Video-Tutorials sind zu beliebten Informationsquellen für Kunden und Interessenten geworden.”

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

  • Für 63 % aller Umfrageteilnehmer ist Content Marketing eines der wichtigsten PR-Themen 2017

  • Knapp 30 % aller Befragten sehen Content Marketing sogar als den wichtigsten PR-Megatrend, gefolgt von visueller PR (19,97 %), einer relevanteren Veröffentlichungsstrategie (19,35 %), der Nutzung von Social Media (11,22 %) und mobiloptimierter Inhalte (8,99 %)

  • 73 % der Umfrageteilnehmer möchten 2017 vermehrt auf Videos setzen

  • Bisher werden erst 10% der Pressemitteilungen inklusive Video versendet

  • Social Media und Pressemitteilungen gehören zum Standardrepertoire der PR

  • Im Durchschnitt nutzt jedes Unternehmen 3,1 Social Media Accounts

  • Blog- und Videobeiträge sind auf dem Vormarsch



Gerade Content Marketing scheint immer noch nicht so angewendet zu werden, dass auch wirklich guter Inhalt punktet, sondern “manches, was sich hinter dem Label Content Marketing verbirgt, ist und bleibt einfach nur plumpe Werbung”, kritisiert Tamblé. Marie-Christine Schindler, Geschäftsführerin mcschindler.com, Unternehmensberatung für Online-PR und strategische Kommunikation, betont, dass “Unternehmen zu ihren Themen gefunden werden müssen, damit sie sich online profilieren können. Basierend auf ihrer Identität und unternehmerischen Zielen gilt es, Schwerpunktthemen zu definieren.”

Bei der visuellen PR geht es gar nicht um perfekt produzierte Videos, sondern “ob Tutorial, How-to Video oder ein Videogruß mit dem Smartphone – Videos müssen gar nicht immer perfekt sein, sondern viel mehr authentisch, interessant und informativ,” heißt es in der Umfrage. Und weiter: “Videos werden oft als Erstes wahrgenommen und vom Leser neben dem Titelbild als Erstes fixiert. Sie können vom Rezipienten schneller verarbeitet und verbreitet werden als die eigentliche Online-Pressemitteilung und vermitteln im Idealfall authentisch Emotionen, Glaubwürdigkeit, Sachverhalte und ein Mehr an Inhalt auf kleinerem Raum. Mit Bildern und Videos in Ihrer Online-Pressemitteilung können Sie somit die Aufmerksamkeit von Journalisten und anderen Lesern sowie potenziellen Kunden für sich gewinnen.”

So werden bei 73% aller Umfrageteilnehmer Videos im Vergleich zu 2016 eine größere Rolle spielen. 29,29% möchten den Einsatz von Videos sogar deutlich steigern. Für 17,17% besteht hingegen kein Grund zur erweiterten Einbindung von Videos. Denn für sie ist es entweder bereits Standard oder die regelmäßige Videoproduktion ist in ihrer Umsetzung noch zu kompliziert, um diese in den regulären Arbeitsalltag zu integrieren. Vielleicht sollten sie sich ein Fazit aus der Umfrage zu Herzen nehmen: “Eine zunehmende Einbindung von Videos ist wichtig, da ein interessantes Video in der momentan sehr schnelllebigen Zeit einfach mehr rüberbringen kann als z. B. ein langweiliger Pressetext.”

Eine relevantere Veröffentlichungsstrategie zielt vor allem auf die neuen Personen in den Online-Medien ab, wie Blogger, YouTuber und Instagramer. “Gerade in der Online-PR bieten sich zahlreiche neue Möglichkeiten,  die neuen Influencer zu adressieren, aber auch Zielgruppen direkt zu erreichen. Die neuen Influencer, interessieren sich aber auch für ganz andere Dinge und legen auf einen anderen Fokus wert, als es etwa Journalisten tun. Egal ob Blogger, Microblogger, Berater, V-Logger, Experten oder Produkttester – sie alle sind auf unterschiedlichen Plattformen aktiv und eröffnen damit neue Touchpoints zur eigenen Zielgruppe.”

Das bedeutet für die PR-Abeilungen von Unternehmen aber auch, dort gefunden zu werden, um “die passenden Influencer und Journalisten zu erreichen, dort zu erreichen, wo diese aktiv nach Informationen suchen. Dazu gehören Unternehmenswebsites, Themen- und Fachportale, Presseportale, Social Media und selbstverständlich die Suchmaschinen.”

Zusammenfassend wird in der Umfrage hervorgehoben: “Content Marketing ist nicht nur der PR-Megatrend 2017, sondern auch das wichtigste Resultat guter PR-Arbeit: gelungener, relevanter Inhalt. Und guter Inhalt muss maximal verbreitet werden, wenn er von Journalisten, Influencern und der eigenen Zielgruppe wahrgenommen werden soll. Damit das gelingt, ist eine breite Streuung über alle verfügbaren Kanäle, Medien und Portale hinweg unabdingbar. Denn die neuen Relevanz-Gatekeeper sind schon lange nicht mehr die klassischen Medien, sondern die Algorithmen von Google, Facebook und Co. gut aufbereitete Videos können dabei helfen und erhöhen beispielsweise die Klick- und Öffnungsraten von Pressemitteilungen deutlich. Viele Unternehmen und PR-Agenturen möchten 2017 daher die Einbindung von Videos deutlich steigern.”

Die gesamten Trends in detaillierter Beschreibung und die Umfrage zum Herunterladen finden Sie hier:
https://www.pr-gateway.de/blog/die-pr-megatrends-2017/



24.02.17

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