Patientenumfrage: Hälfte der Deutschen recherchiert online nach Krankheitssymptomen

Grafik: Socialwave

Die Deutschen forschen in Punkte Gesundheit vor allem bei Dr. Google sowie in medizinischen Portalen oder Foren. Doch auch der Hausarzt steht weiterhin hoch im Kurs. Viele Deutsche wünschen sich explizit bessere digitale Kommunikation per WhatsApp oder E-Mail.

Treten unbekannte Krankheitssymptome auf, konsultieren 29 Prozent der Deutschen zunächst einmal Dr. Google. Weitere 18,3 Prozent recherchieren in medizinischen Portalen oder Foren. Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Datapuls 2021"* des Praxis-WLAN- und Kommunikationsdienstleisters Socialwave aus München hervor, die in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork durchgeführt wurde.

Grafik: Socialwave


Zwar hat in Summe die Online-Recherche mit 47,3 Prozent die Nase vorn. Der Sachverstand des Hausarztes genießt aber ebenfalls weiterhin das Vertrauen von einem großen Teil der Versicherten in Deutschland. 38,1 Prozent konsultieren nach wie vor zuerst ihren Hausarzt, wenn sie unbekannte Symptome an sich feststellen.


Den Studienergebnissen zufolge könnte das Angebot von niederschwelligen digitalen Kommunikationskanälen die Situation zum Vorteil von Medizinern verändern. Denn: 56,8 Prozent der Deutschen wünschen sich eine bessere digitale Kommunikation mit ihrem Arzt per E-Mail oder WhatsApp.


Auch das unmittelbare soziale Umfeld spielt bei der Laien-Diagnose eine Rolle: 9,8 Prozent verlassen sich auf die Auskunft von Freunden und Familie. 3,1 Prozent geben an, in medizinischen Nachschlagewerken oder Handbüchern nachzuforschen, wenn sich der Körper so verhält, wie er nicht soll. Nur ein Bruchteil von 1,8 Prozent der Deutschen zieht einen Apotheker zu Rate.


*Quelle: Datapuls 2021 - Patientenbefragung zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Insgesamt haben 1.005 Bürger im Alter von 19 bis 85 Jahre an der Befragung teilgenommen. 49,6 Prozent (498) der Probanden sind weiblich, 50,4 Prozent (507) männlich. Die Befragten sind im Durchschnitt 50,6 Jahre alt (SD=16.45), das Alter ist normalverteilt. Dabei sind 15,3 Prozent 18 bis 30 Jahre, 15,8 Prozent 31 bis 40 Jahre, 16,7 Prozent 41 bis 50 Jahre, 20,7 Prozent 51 bis 60 Jahre, 16,1 Prozent 61 bis 70 Jahre und 15,3 Prozent älter als 70 Jahre alt. 27,5 Prozent (276) leben in einem 1 Personen-Haushalt (PHH), 46,2 Prozent (464) in einem 2-PHH, 14,4 Prozent (145) in einem 3-PHH, neun Prozent (90) in einem 4-PHH, 2,4 Prozent (24) in einem 5-PHH, 0,5 Prozent (5) in einem 6-PHH und 0,1 Prozent (1) in einem 8-PHH. 50,4 Prozent (507) sind verheiratet, 49,6 Prozent (498) ledig. Mit Blick auf den höchsten Bildungsabschluss verfügen vier Prozent (40) über einen Hauptschulabschluss, 14,3 Prozent (144) über die mittlere Reife, 9,2 Prozent über die Hochschulreife, 3,8 Prozent (38) über die Fachhochschulreife, 35,1 Prozent (353) über eine abgeschlossene Berufsausbildung, 6,3 Prozent (63) über einen Fachhochschulabschluss und 25,3 Prozent (254) über einen Hochschulabschluss (Bachelor, Master, Diplom, Magister). Zwei Prozent (20) haben promoviert und ausschließlich ein Teilnehmer hat keinen Abschluss. 6,3 Prozent (63) sind beruflich selbstständig, 39,3 Prozent (395) sind in Vollzeit und 14,2 Prozent (143) in Teilzeit angestellt, 1,8 Prozent (18) sind temporär (Elternzeit oder temporärer Beurlaubung) und 38,4 Prozent (386) langfristig nicht oder nicht mehr erwerbstätig. Das Netto-Haushaltseinkommen der Studienteilnehmer verteilt sich wie folgt: 11,2 Prozent (113) verdienen weniger als 1.000 Euro, 25,8 Prozent (259) zwischen 1.000 und 2.000 Euro, 25,6 Prozent (257) zwischen 2.000 und 3.000 Euro, 19,8 Prozent (199) zwischen 3.000 und 4.000 Euro, 9,9 Prozent (99) zwischen 4.000 und 5000 Euro und 7,8 Prozent mehr als 5.000 Euro.

Grafik: Socialwave; PM 2-19-2021

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