mHealth App-Markt 2016: Optimistischer Ausblick

Das Marktforschungsunternehmen Research2Guidance (R2G) hat zehn Trends und Änderungen für den mHealth App-Markt ausgemacht, die in Zukunft den Markt beeinflussen werden. U.a. werden mHealth App-Anbieter immer erfahrener mit der Entwicklung und die Krankenkassen werden ein wichtiger Akteur im mHealth-Markt, weil 85% der Unternehmen damit rechnen, dass Patienten und Versicherte ihre Gesundheitsdaten öfters zur Verfügung stellen werden.





Die zehn Punkte stammen aus dem R2G-Bericht “mHealth Economics 2016”:

  1. Der mHealth App-Markt wird immer überfüllter: Fast 100.000 mHealth-Apps sind seit Anfang des letzten Jahres dazu gekommen, was insgesamt 259.000 mHealth-Apps in den großen App-Shops bedeutet. Seit Anfang 2015 sind 13.000 mHealth-Anbieter in den Markt eingetreten, insgesamt sind es nun 58.000.

  2. Die Nachfrage hat sich verlangsamt: Die Wachstumsraten von mHealth App Store-Downloads werden im Jahr 2016 nach +35% gegenüber dem Vorjahr nur um +7% geschätzt und im Jahr 2016 insgesamt 3,2 Mrd. erreicht.

  3. Multi-Plattform-Publishing auf iOS und Android ist die Norm geworden. 75% der heutigen mHealth-Anbieter entwickeln für beide Plattformen.

  4. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren verwenden die Anbieter nun APIs, um ihre Apps mit Drittanbieter-Apps, Sensoren oder Datenaggregatoren zu verbinden. Apple HealthKit ist bei weitem die am häufigsten verwendete API.

  5. mHealth App-Anbieter werden immer erfahrener bei der Entwicklung: Die Entwicklung einer App beinhaltet die Verwendung von Tools, um die Leistung zu entwickeln, zu testen, zu vermarkten und zu überwachen. 72% der mHealth App-Anbieter haben Analytics, Tests, Storage oder Cross-Plattform-Tools verwendet.

  6. mHealth App-Markt-Unternehmen werden immer kleiner: Im vergangenen Jahr gab es eine Welle von neuen Marktteilnehmern, die die "Garage”-Art von Start-ups sind. Der Anteil in dieser Kategorie stieg im vergangenen Jahr von 8% auf 13%.

  7. Es ist immer noch kein Geldmaschine-Geschäft für alle: 78% der mHealth App-Anbieter haben weniger als 100.000 US-Dollar durch ihr gesamtes mHealth App Portfolio-Geschäft umgesetzt. 60% machen weniger als 10.000 US-Dollar pro Jahr. Traditionelle App Store Einnahmequellen wie IAP, bezahlter App-Download oder IAA sind die Haupteinnahmequelle für nur 4-10% der heutigen mHealth App-Anbieter. Vielmehr lizenzieren sie die Technologie (15%) und bieten Drittentwicklungsleistungen (14%) an.

  8. Mehr als 60% der Marktteilnehmer glauben, dass der größte Kosteneinsparungseffekt von mHealth-Apps darin besteht, die Krankenhauskosten zu senken und die Patienten-Compliance zu stärken.

  9. Es wird angenommen, dass Patienten / App-Nutzer nicht mehr als 10 US-Dollar (oder US $ 9,90) ausgegeben haben, um eine App herunterzuladen. Zum Beispiel ein monatliches Abonnement für einen gesundheitlichen Chat, einen einmaligen Download eines Diätplans oder ein einmaliges Experten-Feedback.

  10. Die Krankenkassen (HIC) beginnen, ein wichtiger Akteur auf dem Markt zu werden: Die Mehrheit (85%) der Unternehmen auf dem Markt gehen davon aus, dass die Patienten bereit sind, ihre Gesundheitsdaten mit HICs als Gegenleistung für einen niedrigeren Beitrag, ihre Gesundheitsdaten, zu teilen - auch für persönliche Empfehlungen oder Forschungszwecke. Allerdings: Nur 17% der mHealth-Nutzer bewerten das App-Portfolio der Krankenkassen als überdurchschnittlich hinsichtlich der Qualität.



Zum Nachlesen (auf Englisch) hier:
https://research2guidance.com/mhealth-app-market-2016-top-10-changes-and-reasons-to-be-optimistic-for-the-years-to-come/


 

PM-eReport 3/2017


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