Keine Digitalisierungsstrategie ohne CRM

Foto: Titelseite Report Wer den Ergebnissen einer Studie* der Managementberatung Böcker Ziemen Glauben schenkt, für den ist ein CRM-System das Herzstück der Digitalisierungsstrategie. Denn die Antworten der befragten Unternehmen zeigen, dass vorwiegend CRM-Systeme eingesetzt werden, um Digitalisierungsprojekte umzusetzen.

So nutzen im Durchschnitt 31% der befragten Unternehmen CRM-Systeme, um die Digitalisierungsprojekte Entwicklung neuer Produkte, digitale Veredlung bestehender Produkte, Verbesserung der Marketingund Vertriebsprozesse und Einsatz digitaler Kanäle im Kundenkontakt zu realisieren. Insbesondere durch den Einsatz von CRM-Systemen würden sich redundante und dadurch teils fehlerhafte Daten vermeiden lassen. Dies gelte als Voraussetzung für eine schnelle und effiziente Implementierung von Digitalisierungsprojekten im gesamten Unternehmen.
Grafik: Böcker Ziemen

Enterprise-Resource-Planning (ERP) Systeme werden von durchschnittlich 25% der Unternehmen eingesetzt. Hier lassen sich Ressourcen, wie Kapital, Personal und Betriebsmittel bedarfsgerecht planen. 


Dokumenten-Management-Systeme werden von etwa 20 % der befragten Unternehmen bei der Umsetzung der genannten Handlungsfelder verwendet. Damit können elektronische Dokumente jeglicher Art datenbankgestützt verwaltet werden. Dies ist insbesondere bei einer hohen Anzahl von Dokumenten wichtig, die zum Beispiel bei der Entwicklung und Implementierung von Digitalisierungsprojekten anfallen. 


Marketing-Automation-Systeme spielen insbesondere bei der Entwicklung neuer Produkte keine große Rolle. Eine automatisierte Vermarktung mache erst Sinn, wenn das Produkt marktreif ausgearbeitet worden ist. Bei der Verbesserung von Marketing- und Vertriebsprozessen und dem Einsatz digitaler Kanäle im Kundenkontakt spielen Marketing-Automation-Systeme tendenziell eine größere Rolle. 


Die Befragung hat zudem ergeben, dass die Unternehmensstrategie stärker mit CRM-Strategien verzahnt werden soll. 43% der befragten Unternehmen verknüpfen bereits operative Planung und Steuerung von Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Es liege allerdings noch viel Potenzial in der ganzheitlichen Steuerung des Unternehmens und der damit verbundenen Erfolgsmessung durch KPIs. Dadurch würden sich vorhandene Potenziale bestmöglich ausschöpfen und Wettbewerbsvorteile aufbauen lassen. 


Der Report beleuchtet ebenfalls, warum die genannten Handlungsfelder nicht umgesetzt werden oder keinen Bestandteil der Digitalisierungsstrategien darstellen. 37% der befragten Unternehmen geben an, dass das jeweilige Handlungsfeld keinen hohen Stellenwert in der Unternehmensphilosophie besitzt. 20% verfügen laut eigener Angabe nicht über die nötigen Ressourcen, um die entsprechenden Digitalisierungsprojekte zu planen und zu implementieren. Bei 14% ist keine interne Kompetenz vorhanden und jeweils 9% haben keine Vorstellung, wie das Digitalisierungsvorhaben angepackt werden kann oder keinen geeigneten Partner.

*Quelle: Böcker Ziemen - CRM-Report 2020; Foto: Titelseite Report, Grafik: Böcker Ziemen; PM 13-2020-3


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