Nur noch Schönwetter-Segler auf LinkedIn?

SC linkedin "Aus dem Ausguck der Friesischen Freiheit" beschäftigt sich Ihno Fokken mit dem Thema LinkedIn und "Bullshit Postings".



Vor kurzem veröffentlichte Andreas Weck, der leitende Redakteur des Tech-Magazins t3n, einen Kommentar (https://t3n.de/news/bullshit-postings-linkedin-flex-1467437) zum Gebaren auf der Business-Plattform LinkedIn. Die zu Microsoft gehörige Plattform hat sich inzwischen im DACH-Raum mit über 17 Mio. aktiven Nutzer:innen (https://www.futurebiz.de/artikel/linkedin-statistiken/) zum wichtigen Business-Netzwerk als auch zur relevanten Social Media Plattform entwickelt.

Im Windschatten dieses Aufstiegs verfestigen sich leider auch negative Effekte wie "Bullshit Postings", die Andreas Weck anführt. Diese zeichnen sich durch ein immer wiederkehrendes Muster aus: ein negativer Aspekt (gerne unprofessionelles Verhalten von jemand) wird aufgenommen, zur Schau gestellt als Beispiel, was alles schief läuft, um anschließend sich selber davon abzugrenzen und abzuschließen mit dem Satz "Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann schildert sie gerne in den Kommentaren". Funktioniert mit der defekten Kaffeemaschine bis zum deutschen Gesundheitssystem.


In meiner eigenen Timeline auf LinkedIn entdecke ich auch regelmäßig das Gegenstück zu Instagram-Postings im Business-Kontext, aber im Gegensatz zu Andreas Weck empfinde ich Verunglimpfungen und Hatespeech von Personen als störender. Ein Scrollen durch die verschiedenen Kommentarspalten zu den Themen Impfpflicht und Waffenlieferungen an die Ukraine reicht vollkommen aus, um den Glauben an einem vernünftigen kommunikativen Umgang im Business-Kontext zu verlieren. Die Bagatellisierung, um auf Teufel komm raus hohe Engagementwerte zu erreichen, nervt zwar, aber kann durch Stummschaltung und Ignorieren aktiv eingeschränkt werden. Die Äußerung unter Klarnamen von strafrechtlich verfolgbaren Inhalten dagegen erschüttert und weist auf weitergehende gesellschaftliche Veränderungen hin.


Aber was hilft:



  • Netzwerken nicht um der Reichweite willen

  • Das eigene Netzwerk wertschätzen und nicht nur als Klickvieh betrachten

  • Postings mit Mehrwert und wertvoll empfundene Accounts pushen durch Likes und Kommentare

  • Jede Form von Hatespeech und unerwünschtem Verhalten konsequent Melden und die Personen blockieren


In diesem Sinne frohes Schippern in den LinkedIn-Gewässern!
Ahoi und gute Fahrt
Ihno von der Friesischen Freiheit

Foto: Screenshot Website LinkedIn; PM08 5-05-2022


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