Informationsverhalten der Ärzte/innen: Starker Umbruch

Generell erwarten die Befragten, dass sich die Bedeutung dieser Informationsquellen und das eigene Informamtionsverhalten in der Zukunft stark verändern werden Die Studie "Mediennutzung & Informationsverhalten niedergelassener Internisten und Allgemeinmediziner (APIs) in Deutschland" hat in einer 1. Welle 1862 niedergelassene Ärzte/innen in einer 1. Welle von Mitte 2011 bis Mitte 2012 nicht nur nach wichtigen Informationsquellen unterschieden für Diagnostik & Therapie bzw. wirtschaftliche Praxisführung befragt. Eine 2. Welle ist von Mitte 2012 bis Mitte 2013 mit Antworten von 1471 APIs gelaufen und eine 3. Welle von August 2013 bis Dezember 2013 mit 571 Ärzte/innen. Insgesamt hat der PM-Report in den ersten drei Wellen also 3.904 Ärzte/innen befragt.

Die Studie hat in den Wellen 1 bis 3 auch erforscht:

  • wie häufig diese Informationsquellen genutzt werden

  • ob sie in Zukunft mehr oder weniger gentutz werden, 

  • wie viel Zeit Arzt/Ärztin  pro Woche in die Nutzung verschiedener Informationsquellen investiert,

  • an welche Anzeigen er sich am besten erinnert,

  • ob er schon Webseiten von Pharmaunternehmen aufgesucht hat und

  • welche Fachzeitschriften für ihn wirklich wichtig sind. 


Informationen zur Welle 4
Informationen zur Welle 5
Informationen zur Welle 6
Informationen zur Welle 7


Deutlich macht die Studie, dass sich das Informationsverhalten vor allem darin unterscheidet, wonach die niedergelassenen Ärzte/innen  suchen. So sind in Fragen von Diagnostik und Therapie Fachzeitschriften als Informationsquelle top. Danach folgen Fortbildungsveranstaltungen unabhängiger Anbieter, Kongresse/Großveranstaltungen, Fortbildungsveranstaltungen ärztlicher Institutionen, Pharmareferenten/Außendienst, Fortbildungsveranstaltungen der Industrie sowie niedergelassene und Kollegen aus der Klinik. 


Wenn es um die wirtschaftliche und an gesundheitspolitischen Vorgaben orientierte Praxisführung geht, dann führen niedergelassene Kollegen als Quelle die Rangliste an. Danach kommen Fachzeitschriften vor Fortbildungsveranstaltungen ärztlicher Institutionen sowie unabhängiger Anbieter, Kongresse/Großveranstaltungen, Praxissoftware und schließlich Websites/Homepages/medizinische Portale im Internet. 


Generell erwarten die Befragten, dass sich die Bedeutung dieser Informationsquellen und das eigene Inforamtionsverhalten in der Zukunft stark verändern werden. Diese Einschätzung spiegelt sich vor allem bei Pharmareferenten/Außendienst, Fortbildungsveranstaltungen und dem Internet wieder. So sehen die meisten Ärzte die Bedeutung von Pharmarefernte/Außendienst eher abnehmen, die von Fortbildungsveranstaltungen unabhängiger Anbieter und die von Internetquellen dagegen eher zunehmen. 


Dass beispielsweise die Anzeigenbotschaften der Pharmaindustrie im Umfeld der Fachzeitschriften beim Arzt durchaus ankommen, belegt die Frage, an welche Anzeigen für Arzneimittel sich Ärzte/innen erinnern. 74% (1. Welle) der Befragten antworteten spontan auf diese Frage nach der Anzeigenerinnerung.


Der Fragebogen:


Seite 1
Seite 2
Seite 3


Alle Ergebnisse werden als PDF-Datei zur Verfügung gestellt.


Weitere Informationen: PM-Report, Elke Magnus, Suarezstr. 55, 14057 Berlin, Tel. 030/545927-73, E-Mail: elke.magnus(at)pm-report.de




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