Thieme Management Award 2024


Als „Managerin des Jahres“ wurde Dr. Susanne Ozegowski ausgezeichnet. Dr. Nora Schorscher ist die „Senkrechtstarterin“.

Seit 2004 wird die Auszeichnung „Manager*in des Jahres“ vergeben. Thieme würdigt damit Persönlichkeiten, die auf ihrem Gebiet Ungewöhnliches leisten und sich durch besonderes Wirken auszeichnen. Für junge Führungskräfte, die eine außergewöhnliche Karriere vorweisen, wird seit 2017 der Preis „Senkrechtstarter*in“ vergeben. (Foto: Leo Seidel/cdgw)

Begründung der Jury

Die diesjährigen Preisträgerinnen zeigen, „dass mutige Ideen und strategisches Handeln konkrete Verbesserungen für Patientinnen und Patienten bewirken können. Beide haben die Digitalisierung im Gesundheitswesen entscheidend vorangetrieben – Dr. Susanne Ozegowski aus ihrem politischen Amt heraus, Dr. Nora Schorscher unmittelbar in der Patientenversorgung. Auch wenn beide unterschiedliche Herangehensweisen haben, verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Ozegowski: Digitalisierung im Fokus

Seit 2022 leitet Ozegowski die Abteilung „Digitalisierung und Innovation“ im Bundesgesundheitsministerium. Unter ihrer Führung wurden zentrale Projekte wie die elektronische Patientenakte (ePA) und das Gesundheitsdatennutzungsgesetz vorangetrieben. Bei der Techniker Krankenkasse verantwortete sie die Entwicklung der elektronischen Patientenakte „TK Safe“. Zuvor war sie als Geschäftsführerin des Bundesverbandes Managed Care tätig. 

Ozegowski betont: „Mit dem Start der ePA für alle hat die Arbeit erst begonnen. Jetzt geht es darum, das Projekt bis zum Ende der 20er Jahre so weiterzuentwickeln, dass die Patientenakte Versorgungsalltag wird, der Behandelnden wie Behandelten gleichermaßen hilft. Digitalisierung ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist. Das gilt auch und gerade für die elektronische Patientenakte.“

Schorscher: Praxisnahe Innovation

Schorscher ist Fachärztin für Anästhesie und leitet das Projekt „Tele-Intensivmedizin in Bayern“ am Universitätsklinikum Würzburg. Sie hat mit ihrem Team ein telemedizinisches Netzwerk aufgebaut. Dadurch ist es möglich, Intensivpatient:innen in kleineren Krankenhäusern aus der Ferne zu betreuen.

Die Idee: Ein mobiler Teleintensivwagen mit hochauflösenden Kameras und sicherer Datenverbindung vernetzt Fachärzt:innen in Universitätskliniken mit ärztlichem Personal in Partnerkrankenhäusern. So können lebenswichtige Entscheidungen schneller getroffen und Patientinnen und Patienten ortsunabhängig optimal versorgt werden. Schorscher, die bereits für „Ärzte ohne Grenzen“ im Ausland im Einsatz war, sieht in der Digitalisierung einen Schlüssel zur Verbesserung der Versorgung. 

 

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